Im Schlussspurt zur SP-Steuergerechtigkeitsinitive versucht der neue FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf unübliche Weise die Presse einzuspannen.
Johann Schneider-Ammann mit seiner Ehefrau nach seiner Wahl vor dem Bundeshaus
So machte sich seine Pressestelle auf die Sucher nach Tageszeitungen, denen ein exklusives "Interview" zur Steuergerechtigkeits-Initiative angeboten wurde. Dieses müsse allerdings schriftlich geführt werden.
Kaum zehn Tage im Amt entlarvt sich der Volkswirtschaftsminister als williger Diener von Economie Suisse.
Donnerstag, 11. November 2010
Sonntag, 7. November 2010
Contence
Den ersten prägenden Eindruck, den die "Berner Art" auf mich machte, war in der Rekrutenschule (Thun, Sommer 1961). Das Bild das ich mir zuvor von Bernern gemacht habe, von den Mundart-Hörspielen am Radio, Ueli der Knecht, Annebäbi Jowäger usw. beeinflusst.
Der Rekruten-Alltag der Berner zeigte neue Facetten. Beim Anblick des Schlosses Thun bekamen die Mannen glänzige Augen. Und das war bei allen Schlössern so. Mehr und mehr entpuppten sich die Berner als unterwürfige Mitbürger, die eigentlich noch keine Citoyens im Sinne der französischen Revolution waren. Im Ausbildungsdienst der Armee waren sie natürlich auch so: Ein bisschen Gold am Hut liess sie zu Untertanen werden, welche bücklings in die Hab-Acht-Stellung gingen. Für mich war es klar, die Berner - eigentlich anständige Kerle - waren in der aufgeklärten Neuzeit nicht angekommen.
Umso erstaunter war ich am Freitag in der der "Arena". Unverblümt sagte doch der Berner Nationalrat und Ständeratskandidat Adrian Amstutz die Bundesrätin Simonetta Sommaruga erzähle einen Seich.
Amstutz hat damit alle Grenzen überschritten. Er ist ein Rüppel, dessen Ausfälle auch nicht vor einer Bundesrätin Halt machen. Ihm fehlt die Contenance! Für mich ist klar, dass ihm der Anstand fehlt, im Ständerat mitzuwirken.
Der Rekruten-Alltag der Berner zeigte neue Facetten. Beim Anblick des Schlosses Thun bekamen die Mannen glänzige Augen. Und das war bei allen Schlössern so. Mehr und mehr entpuppten sich die Berner als unterwürfige Mitbürger, die eigentlich noch keine Citoyens im Sinne der französischen Revolution waren. Im Ausbildungsdienst der Armee waren sie natürlich auch so: Ein bisschen Gold am Hut liess sie zu Untertanen werden, welche bücklings in die Hab-Acht-Stellung gingen. Für mich war es klar, die Berner - eigentlich anständige Kerle - waren in der aufgeklärten Neuzeit nicht angekommen.
Umso erstaunter war ich am Freitag in der der "Arena". Unverblümt sagte doch der Berner Nationalrat und Ständeratskandidat Adrian Amstutz die Bundesrätin Simonetta Sommaruga erzähle einen Seich.
Amstutz hat damit alle Grenzen überschritten. Er ist ein Rüppel, dessen Ausfälle auch nicht vor einer Bundesrätin Halt machen. Ihm fehlt die Contenance! Für mich ist klar, dass ihm der Anstand fehlt, im Ständerat mitzuwirken.
Samstag, 6. November 2010
Nüschele
Am Freitagabend, 5. November hat der ATB Liestal seine 89. Jahresversammlung durchgeführt. Rund 10 Personen haben daran teilgenommen. Nur aufgrund des Amts als Rechnungs-Revisor habe ich überhaupt teilgenommen.
Freitag, 29. Oktober 2010
Service am Platz wird nicht weitergeführt.
Noch am Mittwoch habe ich mir auf einer Fahrt ins Tessin Gedanken über den "Speisewagen-Betrieb" auf der Gotthardstrecke gemacht. Reisende aus der Region Basel-Olten-Luzern können davon ja nicht provitieren.
Wer sich verpflegen will, muss in Arth-Goldau in den ICN (von Zürich) umsteigen um eventuell im Restaurant einen Platz zu finden. Meistens ist das Restaurant schon besetzt. Die Zürcher haben auch in dieser Beziehung die besseren Karten.
Auch im SBB-Restaurant macht sich die Fast-Food Mentalität breit. Und viele Reisende benutzen Tische des eh schon nicht grossen Restaurants als Büro Arbeitsfläche.
Und nun das Aus für die Reisenden der Ersten Klasse
Wer sich verpflegen will, muss in Arth-Goldau in den ICN (von Zürich) umsteigen um eventuell im Restaurant einen Platz zu finden. Meistens ist das Restaurant schon besetzt. Die Zürcher haben auch in dieser Beziehung die besseren Karten.
Auch im SBB-Restaurant macht sich die Fast-Food Mentalität breit. Und viele Reisende benutzen Tische des eh schon nicht grossen Restaurants als Büro Arbeitsfläche.
Und nun das Aus für die Reisenden der Ersten Klasse
Samstag, 16. Oktober 2010
Adieu Commis Hans-Rudolf Merz
Die Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz (FdP) hat in Herisau ihren abgetretenen Bundesrat Merz verabschiedet -mit vielen Lobhudeleien und angeblich mit stehenden Ovationen.
Treffender fand ich, wie Frank A. Meyer im Sonntagsblick vom 26. September Merz und Blocher gewürdigt hatte:
....Erstens der Banken-Allmächtige (Marcel Ospel), der seinen ideologischen Komplizen Blocher und seinen politischen Commis Merz zu Bundesräten erhob – zu seinen Bundesräten! Zweitens der Allmächtige, den Blocher um Beistand bat: «Dass uns Gott helfe, dass es gut herauskommt.»
Wendezeit und Zeitenwende sollten anbrechen damals: die Zeit des neoliberalen Staatsabbaus und die Zeit der entfesselten Finanzwirtschaft. Blühende Zeiten also für die politische und die ökonomische radikale Rechte – für Populisten und Boni-Profiteure.
Doch die hochgemut proklamierte Aufbruch-Zeit von Blocher/Merz endete als Abbruch-Zeit: mit Zerrüttung der Regierung und Zerrüttung der Wirtschaft. Ospel und seine Abgesandten im Bundesrat? Was ist gewesen – ausser horrenden Spesen?
Die Rolle der Partei mit ihrem Bundesrat umschrieb der Publizist am 9. Oktober so:
...sich die FDP mit ihrem Bundesrat Merz bedingungslos in den Dienst eines Finanzkapitalismus stellte, der die Schweiz nur noch als Standort für seine globalen Geschäfte betrachtete.
Es ist nun Zeit, das leidige "Kapitel Merz" abzuschliessen und der Hoffnung Platz zu machen, dass wieder Bundesrät/innen ihr Amt zum Wohl des ganzen Volks ausüben.
Treffender fand ich, wie Frank A. Meyer im Sonntagsblick vom 26. September Merz und Blocher gewürdigt hatte:
....Erstens der Banken-Allmächtige (Marcel Ospel), der seinen ideologischen Komplizen Blocher und seinen politischen Commis Merz zu Bundesräten erhob – zu seinen Bundesräten! Zweitens der Allmächtige, den Blocher um Beistand bat: «Dass uns Gott helfe, dass es gut herauskommt.»
Wendezeit und Zeitenwende sollten anbrechen damals: die Zeit des neoliberalen Staatsabbaus und die Zeit der entfesselten Finanzwirtschaft. Blühende Zeiten also für die politische und die ökonomische radikale Rechte – für Populisten und Boni-Profiteure.
Doch die hochgemut proklamierte Aufbruch-Zeit von Blocher/Merz endete als Abbruch-Zeit: mit Zerrüttung der Regierung und Zerrüttung der Wirtschaft. Ospel und seine Abgesandten im Bundesrat? Was ist gewesen – ausser horrenden Spesen?
Die Rolle der Partei mit ihrem Bundesrat umschrieb der Publizist am 9. Oktober so:
...sich die FDP mit ihrem Bundesrat Merz bedingungslos in den Dienst eines Finanzkapitalismus stellte, der die Schweiz nur noch als Standort für seine globalen Geschäfte betrachtete.
Es ist nun Zeit, das leidige "Kapitel Merz" abzuschliessen und der Hoffnung Platz zu machen, dass wieder Bundesrät/innen ihr Amt zum Wohl des ganzen Volks ausüben.
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