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Dienstag, 15. April 2014

Offener Brief an Nationalrätin Ursula Schneider


Sehr geehrte Frau Schneider,
Es ehrt Sie, dass Sie die Wiedergutmachungs-Initiative des Schweizerischen Beobachters unterstützen und sich in der Ausgabe vom 4. April mit folgenden Worten zitieren lassen: "Fürsorgerische Zwangsmassnamen und Fremdplatzierungen haben das Leben der Betroffenen gezeichnet. Begegnen wir ihnen heute mit Respekt und nehmen wir Ihre Anliegen ernst." Ich hoffe, dass diese warmen Worte viele stimmberechtigte Freiburgerinnen und Freiburger anregen, die Initiative unterzeich­nen.
Persönlich vermute ich, dass Sie mit Ihrer Aktion von den erbärmlichen Zuständen in Ihrem Kanton ablenken wollen. Die KESB, die Kinder- und Erwachsenenschutz-Behörde, die Nachfolgeorganisation der Vormundschaftsbehörde produziert nach wie vor und zwar nahezu täglich neue Behördenopfer, die sich nur wenig vom Verding­kinderwesen und dem Fremdplatzierungen von damals unterscheiden. Mindestens die Mentalität und die Willkür der Ausführenden sind vergleichbar mit jenen die zur nun angeprangerten Schande geführt haben.