Sehr
geehrte Frau Schneider,
Es
ehrt Sie, dass Sie die Wiedergutmachungs-Initiative des
Schweizerischen Beobachters unterstützen und sich in der Ausgabe vom
4. April mit folgenden Worten zitieren lassen: "Fürsorgerische
Zwangsmassnamen und Fremdplatzierungen haben das Leben der
Betroffenen gezeichnet. Begegnen wir ihnen heute mit Respekt und
nehmen wir Ihre Anliegen ernst." Ich hoffe, dass diese warmen
Worte viele stimmberechtigte Freiburgerinnen und Freiburger anregen,
die Initiative unterzeichnen.
Persönlich
vermute ich, dass Sie mit Ihrer Aktion von den erbärmlichen
Zuständen in Ihrem Kanton ablenken wollen. Die KESB, die Kinder- und
Erwachsenenschutz-Behörde, die Nachfolgeorganisation der
Vormundschaftsbehörde produziert nach wie vor und zwar nahezu
täglich neue Behördenopfer, die sich nur wenig vom
Verdingkinderwesen und dem Fremdplatzierungen von damals
unterscheiden. Mindestens die Mentalität und die Willkür der
Ausführenden sind vergleichbar mit jenen die zur nun angeprangerten
Schande geführt haben.